Afrikanischer Aktivist wird Greenpeace-Chef
16. November 2009Sein Lebenslauf beeindruckt: Schon mit 15 Jahren beteiligt sich der Südafrikaner an Protesten gegen das Apartheidsystem. Er führt selbst Studentenproteste an bis er schließlich vor Verfolgung und Haft ins Exil flüchtet.
Einsatz für Menschrechte
Als Stipendiat promoviert Kumi Naidoo an der Oxford Universität in Politikwissenschaften, bevor er nach Südafrika zurückkehrt. Dort setzt er sich zehn Jahre lang mit der Organisation "CIVICUS - World Alliance for Citizen Participation" für mehr Bürgerrechte ein. Er ist Mitbegründer von "Global Call to Action Against Poverty" (GCAP). Mittlerweile ist die Organisation zu einer Koalition von Aktivisten aus mehr als 100 Ländern agewachsen. Derzeit führt Kumi Naidoo die "Global Campaign for Climate Action" - auch Greenpeace ist Mitglied.
Bei seinem Amtsantritt am Montag (16.11.2009) sagte Naidoo, der Klimawandel mache seinen neuen Posten zu einem logischen Schritt in seinem Lebenslauf. Es bringe nichts, sich um andere Entwicklungsprobleme zu kümmern, so lange der gesamte Planet in Gefahr sei.
Kumi Naidoo löst den Deutschen Gerd Leipold an der Spitze von Greenpeace ab. Leipold war neun Jahre lang Chef von Greenpeace. Mit Naidoo rückt zum ersten Mal in der Geschichte der Organisation jemand an die Spitze, der nicht aus der Organisation selbst kommt.
Autorin: Christine Harjes (ap/kna)
Redaktion: Katrin Ogunsade