Pentagon: Dschihadi John wahrscheinlich tot
13. November 2015Der Drohnenangriff fand in der Nähe der IS-Hochburg Al-Rakka in Syrien statt. Eine letzte Bestätigung des Todes stehe noch aus, so der Pentagonsprecher Steven Warren, der live aus Bagdad in eine Pressekonferenz nach Washington zugeschaltet war.
Tagelang gezielt verfolgt
Der wegen seines Londoner Akzents "Dschihadi John" genannte Mohammed Emwasi war so etwas wie das Gesicht der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Der 27-Jährige sei über vier Tage gezielt verfolgt worden, so Warren. Man trage nun alle Erkenntnisse von Geheimdiensten und aus Videomaterial zusammen, um 100-prozentige Sicherheit zu erhalten. Von dem Drohnenangriff - laut Warren ein "Routineangriff" - gebe es wie immer Filmaufnahmen.
"Dschihadi John" ist eine der bekanntesten Figuren der sunnitischen Extremistengruppe. Er war erstmals im Enthauptungsvideo des US-Journalisten James Foley im August 2014 aufgetaucht. Der Brite war zudem an mehreren weiteren Enthauptungen beteiligt. Er trat in den IS-Videos stets vermummt auf und galt als äußerst brutal. Nach Angaben ehemaliger Gefangener soll er auch die Foltermethode "Waterboarding" bei Geiseln des IS angewendet haben.
uh/mm (dpa,afpe)