Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Geld verdient als erwartet. Vor allem ihre Beteiligung am Konkurrenten British Telekom entwickelte sich schlecht, hier verloren die Deutschen rund zwei Milliarden Euro. Beim früheren Sorgenkind, der Tochter in den USA, laufen die Geschäfte dagegen glänzend. So blieb unter dem Strich ein Plus von 2,7 Milliarden Euro, und Konzernchef Tim Höttges ist damit ganz zufrieden. Sorgen macht ihm etwas ganz anderes.
Chinas Investitionen in der EU
Die Europäer fragen sich zunehmend, ob sie von den Chinesen nicht ausgenutzt werden. Zwar haben sie bisher gut am China-Geschäft verdient, doch sie klagen über zahlreiche Beschränkungen. So können sie in China nicht einfach eine Firma übernehmen, einige Branchen bleiben ihnen ganz verschlossen. Unterdessen sind Chinesen in Europa fröhlich auf Einkaufstour gegangen und haben zahlreiche Firmen gekauft, bevor sich Widerstand regte. Chinas Investitionen in Europa haben neue Rekordhöhen erreicht, während die Investitionen den Europäer in China zurückgehen. Wie soll das weitergehen?
Proteste gegen VW in China
China gehört zu den wenigen Ländern, in denen der deutsche Autobauer Volkswagen nicht unter den Folgen seines Abgasbetrugs mit Dieselmotoren leidet – einfach deshalb, weil es in China keine Diesel-VWs gibt. Und trotzdem hat VW auf seinem wichtigsten Absatzmarkt ein Problem: In den vergangenen Tagen haben am nordchinesischen VW-Standort in Changchun hunderte Leiharbeiter demonstriert, weil sie sich von VW ungerecht behandelt fühlen.
Redakteur am Mikrofon: Andreas Becker
Technik: Jörg Morawetz